Der Ölbaum im Garten oder als Bonsai...  ein Stück Mallorca für Ihr Zuhause

 
 
 
 
 

 

Ölbaum - Olea europaea
Pflanzenfamilie: Ölbaumgewächs
Heimat: Mittelmeerraum
Blütezeit: Juli - August

Der Ölbaum ist eine uralte Kulturpflanze schon aus der Bibel bekannt. Wer einen Olivenbaum im heimischen Garten haben möchten beachte nachstehende Hinweise.
Sollte kein Garten vorhanden sein, dann gleich zur Bonsai-Abteilung weiter unten.

Standorttipp:
Der Olivenbaum braucht einen hellen, sonnigen Standort. In den Sommermonaten auf dem Balkon oder Terrasse, wobei Wind und frische Luft für den Olivenbaum lebenswichtig sind. Entscheidend für den Erfolg mit der Pflanze ist die kühle Überwinterung bei 5 bis 10°C.

Pflegetipp:
Olivenbäume können von Natur aus - selbst in heißen Sommermonaten - Durstperioden überstehen. Dennoch ist es ratsam, die Pflanze das ganze Jahr über mäßig feucht zu halten. Verwenden Sie zum Gießen niemals eiskaltes Wasser. Wenn der Ölbaum zu trocken steht, verliert er leicht seine Blätter. Während der Wachstumsperiode wird anorganisch aller 14 Tage oder organisch 2-3 mal im Jahr gedüngt. Bei der Düngung von Oliven ist eine gleichmäßige, stetige Nährstoffgabe über das Jahr verteilt wichtig. In der Ruhezeit (ca. Oktober bis März/April) wird nicht gedüngt.

Vermehrung:
Die Vermehrung mit halbreifen Kopfstecklingen sollte im Sommer erfolgen. Da diese Methode nicht ganz einfach ist, können Sie den Ölbaum auch generativ, also durch Samen, vermehren. Die beste Jahreszeit dafür ist das Frühjahr.

Gärtnertipp:
Das Wachstum des Olivenbaums können Sie durch Beschneiden zügeln. Die Pflanze läßt sich auch als Bonsai ziehen.

Bonsai-Abteilung Inhaltsverzeichnis
Bonsaitipp:
1.1 Drahten
1.2 Erde
1.3 Gestaltung
1.4 Gießen
1.5 Sammeln
1.6 Schnitt
1.7 Standort
1.8 Stilformen
1.9 Umtopfen
1.10 Vermehrung

Drahten
Drahten ist möglich und wird in den Sommermonaten durchgeführt. Da die Olive aber gut austreibt (dazu noch gegenständig) ist das Anlegen von Draht oft nicht nötig.
Beim Drahten sollte nicht zu stark gebogen werden (Bruchgefahr).

Erde
Olivenbonsai werden in ein sehr gut durchlässiges Substrat gepflanzt. Dazu eignet sich Akadama ebenso wie Substrate mit einem hohen Kiesgehalt. Wichtig ist dabei vor allem die gute Drainagewirkung des gewählten Substrates.

Gestaltung
Oliven wirken als Bonsai sowohl sehr klein als auch im "Mega"-Format über 1m. Der Grund dafür liegt zum Einen in den kleinen Blättern und zum Anderen in den oft skurilen und mächtigen Stämmen von Freilandfunden.

Gießen
Olivenbäume können von Natur aus Trockenperioden gut überstehen. Als Bonsai ist es aber trotzdem ratsam, die Pflanze das ganze Jahr über mäßig feucht zu halten. Zum Gießen sollte man nie kaltes Wasser benutzen.
Kurzzeitiges Abtrocknen zwischen den einzelnen Wassergaben scheint dem Baum nicht zu schaden. In der Ruhezeit sind die Wassergaben zu reduzieren, ohne ihn ständig trocknen zu lassen.
Steht der Ölbaum-Bonsai zu trocken, kann er leicht Blätter verlieren. Er treibt aber meist willig wieder aus, sobald der Wassermangel behoben ist.

Sammeln
Das Sammeln von Oliven in der freien Natur ist verhältnismäßig einfach. Selbst nach drastischen Wurzeleinkürzungen treiben sie relativ schnell neue Wurzeln, aber auch Triebe aus. Selbst aus altem Holz treibt die Olive wieder gut aus.
In der Natur gesammelte Oliven-Yamadori sind nach dem Topfen reichlich zu Wässern.
Die im natürlichen Verbreitungsgebiet vorkommenden Wildformen haben gegenüber den kultivierten Formen kleinere Blätter, was sie für die Bonsaigestaltung geeigneter macht.

Schnitt
Oliven lassen sich durch Schnitt einfach gestalten. Sie treiben meist sehr gut aus, auch aus altem Holz.
Wichtig ist beim Schnitt (besonders beim Rückschnitt), das der Baum nicht geschwächt wird. D.h. man läßt den Trieb verhältnismäßig lange stehen (bis er leicht verholzt ist) und gibt somit dem Baum die Chance, Reserven aufzubauen.
Sollen stärkere Äste zurückgenommen werden, so geht man folgendermaßen vor: Leichter Rückschnitt der Astenden - warten auf Neuaustrieb - warten, bis Neuaustrieb stark genug ist - erst dann weiteres Einkürzen.
Standort
Ein Oliven-Bonsai zählt bei uns in Deutschland zu den Indoor-Bonsai. D.h. er ist nicht winterhart und wird oft im Zimmer gehalten. Der Olivenbaum liebt und braucht einen hellen und vollsonnigen Standort und muß daher auch im Zimmer sehr hell stehen. Während der Sommermonate ist der Balkon oder die Terrasse ein sehr guter Standort.
Im Winter sollte ein Olivenbonsai einen hellen, kühlen und frostfreien Standort haben mit Temperaturen zwischen 5 und 10°C haben. Ein kühler Wintergarten ist hier geeignet.

Stilformen
Oliven lassen sich in fast allen Bonsai-Stilformen gestalten. Aufrechte Formen sieht man besonders oft. Aber auch Kaskaden oder Halbkaskaden sind möglich (wenn auch selten gestaltet).
Olivenbonsai werden besonders häufig von Bonsaifreunden im Mittelmeerraum (dem natürlichen Verbreitungsgebiet der Olive) gestaltet. Ein bekannter Oliven-Spezialist ist Angel Mota aus Mallorca.
Umtopfen
Umgetopft werden Ölbaum-Bonsai nicht so häufig. Als Junger Bonsai ist ein Umtopfen aller 3 Jahre meist voll ausreichend. Ältere Exemplare werden oft erst nach 5 Jahren umgetopft.
Nach dem Umtopfen ist auf eine reichliche Wassergabe zu achten.

Vermehrung
Neue Ölbaum-Pflanzen lassen sich durch Anzucht aus Samen und Stecklingen heranziehen. Aber auch das Abmoosen älterer Pflanzen ist möglich.
Bei der Anzucht aus Stecklingen ist zu beachten, das dazu höhere Temperaturen (deutlich über 20°C) nötig sind. Die Stecklingsvermehrung erfolgt im Sommer und ist schwieriger als die generative Vermehrung durch Samen.
Für die Vermehrung aus Samen ist die beste Jahreszeit das Frühjahr. auch hierbei sind höhere Temperaturen des Substrates nötig.

Bezugquelle:
In guten Gartencenter wie OBI usw. gibt es Samen, wenn nicht E-Mail an mich senden und ich werde für die Vermehrung sorgen.

Hinweise:

siehe auch:Olivenöl (Mallorca)


 

 
 © 2004 by Pedro Servera Erstellt 17.09.2004•  pedroservera@mallorcaweb.net